Die Präsidentinnen

von Werner Schwab

Premiere: 24. Februar 2012  im Josefshaus am Adolf-Kolping-Platz, Weiden – Jetzt Karten sichern!

Voraufführung am 23. Februar.; Vorstellungen bis 03. März außer Montag; jeweils 20:00 Uhr

Der Vorverkauf beginnt am 15.12. im Neuen Tag und online auf www.okticket.de.
Die Karten kosten 18 €, erm. 15 € (Voraufführung: 10 € an der Abendkasse).

Mit unserer neuen Produktion steigen wir hinab in den Untergrund: unter den einstmals größten und schönsten Festsaal der Stadt im Josefshaus, Weiden.

Dort unten, wo der Nachschub für die Partys gelagert, wo geknutscht und der Lippenstift nachgezogen wurde und sich die Betrunkenen neben ihrem Mageninhalt zur Ruhe legten, dort treffen wir auf ‘die Präsidentinnen’ Erna, Grete und Mariedl, drei gewesene Toilettenfrauen: Sie sind zurückgeblieben, wahrscheinlich hat man sie vergessen, als zum letzten Mal die Lichter ausgemacht wurden. Jedenfalls sind sie noch da.

Ihr Leben lang haben sie sauber gemacht, haben den Dreck anderer Leute weggeräumt. In Pflichtbewusstsein und Selbstaufgabe haben sie eine Kellerexistenz geführt, das Leben eine einzige (abartige) Routine.

Aber jetzt wird unter dem Festsaal des Lebens abgerechnet mit Kindern, Küche, Kirche. Jetzt quasseln und schwadronieren sie sich grandios durch ihr verkorkstes Leben. Sie lassen die Gespenster ihres Lebens aufmarschieren, tanzen mit ihnen Polka und werden schließlich von ihnen massakriert. Je mehr sie reden, je mehr Lebensschmutz sie aufwirbeln, desto tiefer sinken wir hinab in einen Sumpf aus Selbstmitleid, Größenwahn und Schuld.

‘Die Präsidentinnen’ ist das erste Stück des früh verstorbenen Österreichers Werner Schwab. Es ist ein traurig-groteskes aber saukomisches Spiel, das uns die Welt von seiner bitteren und schmutzigen Seite zeigt. Die Geschichten, die Schwab entwirft, sind nicht immer leicht zu ertragen. Es gibt hier keinen sozialkritischen Appell, nurmehr surrealen Humor ohne Hinterausgang. Hinter den schlechten Verhältnissen gibt es auch nicht einen Gedanken an eine ideale Welt.

Mit den ‘Präsidentinnen’ steigen wir ins Untergeschoss der menschlichen Existenz. Dort findet sie statt, die menschliche Komödie.

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